Bodenrichtwert Deutschland: alle 16 Bundesländer
Was ein Quadratmeter Grundstück im Landesmittel kostet — von 83 € in Sachsen-Anhalt bis 1.743 € in Berlin. Das ist ein Faktor von 21, und er erklärt, warum ein bundesweiter Durchschnitt über Ihr Grundstück nichts aussagt.
| Bundesland | €/m² Grundstück | Genauigkeit |
|---|---|---|
| Bodenrichtwert Berlin | 1.743 € | adressgenau |
| Bodenrichtwert Hamburg | 1.621 € | adressgenau |
| Bodenrichtwert Bayern | 431 € | nur unverändert (CC BY-ND) |
| Bodenrichtwert Nordrhein-Westfalen | 373 € | adressgenau |
| Bodenrichtwert Bremen | 372 € | Landesdurchschnitt |
| Bodenrichtwert Baden-Württemberg | 341 € | Landesdurchschnitt |
| Bodenrichtwert Hessen | 312 € | Landesdurchschnitt |
| Bodenrichtwert Schleswig-Holstein | 224 € | Landesdurchschnitt |
| Bodenrichtwert Rheinland-Pfalz | 199 € | Landesdurchschnitt |
| Bodenrichtwert Niedersachsen | 158 € | Landesdurchschnitt |
| Bodenrichtwert Saarland | 152 € | Landesdurchschnitt |
| Bodenrichtwert Sachsen | 141 € | Landesdurchschnitt |
| Bodenrichtwert Brandenburg | 118 € | Landesdurchschnitt |
| Bodenrichtwert Thüringen | 109 € | Landesdurchschnitt |
| Bodenrichtwert Mecklenburg-Vorpommern | 91 € | Landesdurchschnitt |
| Bodenrichtwert Sachsen-Anhalt | 83 € | Landesdurchschnitt |
Quelle: Destatis, Kaufwerte für Bauland (baureifes Wohnbauland), Landesdurchschnitt.
Was „adressgenau“ hier bedeutet
Für Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen liegen uns die amtlichen Bodenrichtwert-Zonen selbst vor — dort geben wir den Wert Ihrer konkreten Lage aus, nicht den Landesschnitt. In den übrigen Ländern weisen wir den Landesdurchschnitt aus und kennzeichnen ihn als solchen. Bayern bleibt außen vor: die dortigen Daten stehen unter CC BY-ND 4.0, die eine Bearbeitung untersagt, weshalb wir sie nur unverändert weitergeben oder gar nicht.
Diese Unterscheidung steht auf jeder Landesseite ganz oben. Eine grobe Zahl, die wie eine genaue aussieht, ist für eine Kaufentscheidung schlimmer als gar keine.
Häufige Fragen
In welchem Bundesland ist der Boden am teuersten?
In Berlin mit 1.743 € je m² Grundstück im Landesmittel. Am günstigsten ist Sachsen-Anhalt mit 83 € — ein Faktor von rund 21 zwischen beiden Enden.
Ist der Bodenrichtwert dasselbe wie der Quadratmeterpreis einer Wohnung?
Nein, und diese Verwechslung ist der häufigste Fehler. Der Bodenrichtwert bezieht sich auf einen Quadratmeter GRUNDSTÜCK ohne Gebäude. Der Quadratmeterpreis einer Wohnung bezieht sich auf Wohnfläche und enthält das Gebäude. Beide Größen lassen sich nicht ineinander umrechnen.
Wie genau sind diese Zahlen für meine Adresse?
Die Tabelle zeigt Landesdurchschnitte — innerhalb einer Stadt schwanken die Werte um ein Vielfaches. Adressgenaue amtliche Bodenrichtwerte liefern wir derzeit für Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen; überall sonst weisen wir den Landesschnitt aus und sagen das auch so.
Wer legt den Bodenrichtwert fest?
Die amtlichen Gutachterausschüsse der Länder und Kommunen. Sie werten die tatsächlich beurkundeten Kaufverträge aus und leiten daraus für abgegrenzte Zonen einen durchschnittlichen Lagewert je m² ab, der in der Regel jährlich oder alle zwei Jahre neu festgesetzt wird.
Wofür brauche ich den Bodenrichtwert?
Für die Kaufpreisaufteilung zwischen Grund und Gebäude (Abschreibung), für die Grundsteuererklärung, als Ausgangspunkt der Sachwert- und Vergleichswertermittlung nach ImmoWertV und schlicht zur Prüfung, ob ein geforderter Grundstückspreis zur Lage passt.
Bodenrichtwert für eine konkrete Adresse
Adresse auf der Karte wählen, Wert sofort sehen, als PDF mit Quelle und Stichtag mitnehmen.
Zur Karte — 4,90 € →